Noch ein Fund, meine letzte Mini Speed, Baujahr 1983. Sie war zu ihrer Zeit ein günstiger Einstieg in den RC-Schiffsmodellbau, vor allem natürlich, wenn’s mehr ums Fahren als ums Basteln ging.
Normalerweise konnte man den Bausatz in ein bis zwei Tagen fahrfertig machen. Einfach alle vier (!) ABS-Kunststoffteile sauber vom Abschnitt trennen, die drei vorgestanzten Sperrholzteile schleifen, Oberschale auf Unterschlae mittels Stabilit Express kleben, Motorhalterung und RC-Schott einkleben, Stevenrohr und Ruderrohr sauber justieren und ebenfalls mit Stabilit verkleben, Motor und RC-Anlage rein, verkabeln, Akkus rein und fertig. OK, noch eine halbe Stunde lackieren und ab ins Wasser. Das müsste doch eigentlich auch schneller gehen, dachte ich nach meiner ersten Mini Speed. Die war schon ziemlich verbastelt, lief mit einem wasser- und luftgekühlten Mabuchi 540 Motor, den ich selbst kugelgelagert hatte mit zweimal sieben Zellen NiCd, zusammen also 16,8 V statt der urspünglich geplanten 6 V. OK, sie lag etwas tief im Wasser, solange sie nicht fuhr, aber wenn sie fuhr, fuhr sie fix.Aber zurück zur Nummer II, was ja aus der Beschriftung des Bootsständers hervor geht. Die entstand aus einer Laune heraus. Ich hatte mit ein paar Bekannten gewettet, dass ich es schaffen würde, innerhalb von vier Stunden ein solches Boot zu bauen und zu Wasser zu lassen, gerechnet ab Kauf.
Wetteinsatz war das Material. Wenn ich es schaffen würde, würde ich das Boot quasi umsonst bekommen, ansonten müsste ich dafür zahlen. Um es kurz zu machen, ich habe es geschafft. Es war knapp, aber es hat geklappt. Inclusive Lackierung. Sowas war Anfang der 80er schwer in, heute würde ich sie sicher anders stylen
Die Wasserkühluing, die man im zweiten Bild sieht, ist allerdings wieder nachträglich dazugekommen. In vier Stunden ein Modell bauen und einen E-Motor tunen wäre dann doch etwas viel gewesen. Leider existiert der Sender zum Robbe Terra Empfänger nicht mehr. Der war zur Bauzeit des Modells, 1983, schon sechs Jahre alt und wurde von mir nachträglich ebenfalls in diesem netten blaumetallic lackiert. Gut zu erkennen ist der einfache Motorswitch, der einfach aus einem Servo besteht, über den zwei Microschalter betätigt werden können. Das heisst, das Boot fährt entweder volle Pulle vorwärts oder mit ebenso viel Power rückwärts. Das sollte man dann aber fein dosieren, sonst hat man beim zurücksetzten ruckzuck das RC-Abteil geflutet.
Tja, jetzt wird’s wohl mal wieder Zeit, sich eine neue Fernsteuerung zu kaufen und die Mini Speed mal wieder ins Wasser zu bringen…




