Der siebte Tag begann ruhig, wurde aber noch spannend. Wir fuhren morgens von Lossymouth los und machten den ersten Zwischenstop in Fort George, einer immer noch im Dienst der Royal Army befindlichen Festungsanlage aus dem 18. Jahrhundert, die gebaut wurde, um die Mündung des Ness zu verteidigen.
Reisen
Schottland Tag 7: von Elgin über Fort George, Culloden und Inverness nach Ullapool
Schottland Tag 6: von Elgin nach Dufftown und zurück
Nach dem Frühstück ging’s erstmal zur Elgin Cathedral, einer wirklich sehenswerten Ruine. Mich beschlich die ganze Zeit der Eindruck, es handele sich eigentlich gar nicht um eine Ruine sondern einfach um eine Kathedrale im Bau. Ken Follet muss irgendwann hiergewesen sein, um Anregungen für Die Säulen der Erde aufzuschnappen.
Dann ging es wieder zum Cashmir Heritage Center, eigentlich nur Erdbeeren kaufen. Die gab’s noch nicht, stattdessen kaufte ich mir zwei Hosen.
Schottland Tag 5: von Fort William über Urquart Castle nach Elgin und Lossymouth
Angesichts des morgens schon eher regenrischen Wetters löste sich der Plan, mit der Seilbahn auf den Ben Nevis zu fahren, sozusagen im Regen auf. Kurzerhand verkürzten wir unseren Aufenthalt in Fort William und brachen einen Tag früher auf Richtung Loch Ness. Während meiner vorangegangenen drei Aufenthalte in Schottland hatte ich es nicht bis hierhin geschafft, mir aber von verschiedenen Seiten sagen lassen, dass das kein großes Versäumnis sei.
Stimmt, ist es nicht. Loch Ness sieht genauso aus, wie viele andere schottische Lochs, nur eben etwas länger. Urquart Castle ist eine recht nett aufbereitete Ruinenanlage, kann man sich ansehen, muss man aber nicht.
Da wir relativ früh in Inverness waren, entschlossen wir uns, gleich bis Elgin weiterzufahren, wo Heide gern ins Cashmir Heritage Center wollte. Heides Instinkt ist es auch zu verdanken, dass wir das wirklich gemütliche B&B etwas ausserhalb von Elgin in Lossymouth direkt am Meer fanden. Da gefiel es uns so gut, das wir gleich um einen Tag verlängerten.
In Elgin beschränkten wir uns an unserem Ankunftstag auf das Cashmir Heritage Center, wo wir für Heide einen Schal mit dazu passenden Handschuhen erstanden und für mich zwei Schälchen enorm großer und gutaussehender schottischer Erdbeeren.
Schottland Tag 4: von Oban nach Fort William, Glenfinnan und Glencoe
Unser ursprünglicher Plan sah vor, zwei Übernachtungen in Fort William einzuschieben, abends ins Kino zu gehen und am nächsten Morgen dann den dampfbetriebenen “Jacobite” mach Mallaig und zurück zu nehmen. Dabei wären wir über den Glenfinnan-Viaduct gefahren, der seit Harry Potter Teil 2 einige Bekanntheit erlangt hat und hätten von dort einen schnellen Blick auf das Glenfinnan Monument werfen können, dass an die Landung von Bonny Prince Charly erinnert, die hier 1744 stattfand, um 1745 mit einem Disaster in Culloden das Ende der jakobitischen Bemühungen für ein katholisches Schottland zu markieren.
Mit den Füßen in der Oder
Zum Jahresabschluß zog es SWMBO und mich nochmal ins Oderbruch. Im Frühjahr war uns gesagt worden, demnächst würde die kleine Oderfähre eröffnet.
Leider hatten wir uns natürlich nicht genau gemerkt, wo die denn wohl sein sollte, aber so groß ist das Oderbruch ja nun auch nicht und Ortschaften, die direkt an der Oder liegen, gibt’s auch nicht so viel.
Unser erster Anlaufpunkt brachte zwar keine Fähre, nicht mal einen passenden Anleger, aber immerhin eine Uferbefestigung, auf der man sogar ein wenig aus dem Schilf heraus in den Fluß waten konnte. Was wir dann natürlich auch taten. So nah war ich Polen noch nie
Etwas weiter nördlich, kurz hinter Güstebieser Loose fand sich dann auch der Fähranleger. Auf deutscher Seite wirklich nur eine Betonrampe und eine Strasse durch die Uferzone, auf polnischer Seite sowas wie ein Abfertigungshäuschen und eine Anlegestelle für kleine Schiffe. Allerdings keine Fähre. Die fährt wohl nicht im Winter. OK, haben wir wenigstens einen Grund, im Frühjahr wieder hinzufahren

